Botswana – Okavango Delta von oben und jede Menge Elefanten

Afrika Roadtrip Travels

Das Okavango Delta in Botswana von oben zu sehen gehört zu den schönsten Dingen im südlichen Afrika. Natürlich konnten wir uns das nicht entgehen lassen. Zudem war es für uns aufgrund des Autos die einzige Möglichkeit etwas vom Delta zu sehen. Aber dazu später mehr…
Also übernachteten wir noch einmal in Namibia, kurz vor der Grenze zu Botswana und fuhren dann am nächsten Tag die gesamte Stecke bis nach Maun. Doch bevor die Fahrt am nächsten morgen losgehen sollte, fuhren wir einen kleinen Umweg durch den Mahango – Nationalpark. Sieben weitere Stunden dauerte es danach noch nach Maun zu fahren. Dort angekommen, mussten wir erst einmal einen geeigneten Campingplatz zum übernachteten suchen und landeten schließlich im Old Bridge Backpackers. Von dort begaben wir uns zum Flughafen, um dort bei den verschiedenen Anbietern einen Scenic Flight über das Delta zu organisieren.

img_2297In die kleinen Cessna Maschinen passen meistens etwa fünf Passagiere, die sich den Preis für das Flugzeug teilen. Fliegt man nur zu zweit, zahlt man das Flugzeug eben zu zweit, das heißt, die Stunde hätte uns 350€ gekostet. Das kam also nicht in Frage. Am Nachmittag meldete sich dann eine Fluggesellschaft um uns mitzuteilen, dass noch ein anderes Paar mit uns am Morgen einen Flug teilen würde. Am Abend meldete sie sich erneut, mit der Nachricht dass das andere Paar abgesprungen sei. Wir sprachen dann im Hostel ein paar Leute an, ob sie nicht auch Lust auf einen Flug hätten, was aber letztlich keiner hatte. So fuhren wir am nächsten Morgen auf gut Glück erneut zum Flughafen und mit der Tatsache im Hinterkopf, dass wenn es diesen Morgen nicht mit dem Flug klappen sollte, es kaum noch eine Chance für den Flug gibt, denn wir mussten Maun an diesem Tag eigentlich noch Richtung Nata verlassen. Aber tatsächlich: drei ältere Sachsen hatten ein Flugzeug gebucht, es gab also noch Platz für uns beide! Eine halbe Stunde später quetschten wir uns in den sehr kleinen Buschflieger. Beinfreiheit – Fehlanzeige! Mit lautem Gebrumm hob die Maschine schließlich ab, schon der Start war sehr wackelig. Und es wurde nicht besser. Nicht zu vergleichen mit Turbulenzen in einem Passagierflugzeug. Es ging nach rechts und links, nach oben und nach unten – ein einziges Gewackel. Es kam wie es kommen musste und fast allen wurde übel. Dennoch genossen wir die wunderschöne Natur, sogleich sich mancher sicherlich sehnlichst ein Ende herbei wünschte ;-). Unter uns tummelten sich derweil riesige Büffel- und Elefantenherden, Hippos und Giraffen und sogar ein Löwe. Die Aussicht und das Gefühl, mit einem kleinen Buschflieger über das größte Binnendelta der Welt zu fliegen – gigantisch. Gerade ist zwar Regenzeit, aber das Wasser ist noch nicht im Delta angekommen, daher sieht man zurzeit sich schön schlängelnde Flussläufe. Ist das Delta mit mehr Wasser gefüllt (also während der Trockenzeit), sind große Teile überflutet und man sieht Elefanten und Giraffen durchs Wasser springen. Auch wenn es sich vielleicht nicht so anhört, wir nahmen’s sportlich und fanden der Flug war sein Geld allemal wert. 

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Processed with VSCO with a6 presetAm Mittag fuhren wir dann durch riesige Salzpfannen bis nach Nata. Von den Salzpfannen haben wir leider von der Straße aus nichts gesehen, aber sie gehören zu den Dingen, die wir irgendwann mit einem 4×4 erkunden werden :-). Bis zum Nachmittag stand leider noch immer nicht fest, wo wir die Nacht verbringen sollten. Wir hatten die Auswahl zwischen einer normalen Lodge, mit eher durchschnittlichem Campingplatz, oder dem sogenannten Elephant Sands. Letzteres war ein uneingezäuntes Camp mit einem Wasserloch für Elefanten und einigen Zeltplätzen und kleinen Chalets drumherum. Uns fiel die Entscheidung nicht leicht, denn Elefanten nur für Touristen an ein künstliches Wasserloch zu locken, entsprach auch nicht so ganz unserer Vorstellung. Dennoch wollten wir dem Camp eine Chance geben und so fuhren wir von Nata aus weitere 50 km Richtung Norden. Schon bei unserer Ankunft tummelten sich dort bestimmt 20 der Giganten um das Wasserloch. Diese Tiere so nah, ohne einen Zaun oder Auto, beobachten und hören zu können, war überwältigend. Auch empfanden wir das Camp und die Menschen als nicht zu aufdringlich. Höchstens wir fühlten uns etwas unwohl, wenn man morgens große Elefantenspuren neben seinem Zelt entdeckt ;-). Der Besuch in Elephant Sands gehörte damit definitiv zu den beeindruckendsten und schönsten Erlebnissen die wir bisher im südlichen Afrika hatten.

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Im Elephant Sands sahen wir nachts den schönsten Sternenhimmel! Es war ein wenig seltsam mitten in der Nacht draußen zu stehen und die Elefanten um einen herum zwar zu hören, aber nicht zu sehen…:)

img_2924img_2925img_2923Nach zwei Tagen mit den Elefanten stand für unsere Reise der große Endspurt an. Es ging bis an die Grenze nach Südafrika, wo wir noch Begegnungen mit einer Python und einem Skorpion vor dem Zelt hatten und schließlich noch für zwei Tage zu Louis und Hanlie nach Pretoria. Louis hatten wir bei Jan und Denise in Windhoek kennen gelernt und er hat uns zu sich eingeladen. Dort hieß es erst einmal unser Gepäck auf Vordermann bringen und alles was für unsere nächste große Etappe ansteht zu organisieren. Es fiel uns schwer vorzustellen, in zwei Tagen bereits am Ende der Welt zu landen und das bei gefühlten 30 Grad weniger.

img_2596Mit großer Vorfreude und Spannung, was wir in Südamerika erleben werden, ging es für uns am 2. Dezember zum Flughafen in Johannesburg und wir bestiegen das Flugzeug nach São Paulo, um von dort nach Bueno Aires und nach einem Tag Aufenthalt nach Ushuaia, ans Ende der Welt, zu fliegen.

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