Durch Islands Weiten… Teil 1

Iceland Travels

Im Januar 2016 flogen wir direkt in den isländischen Winter. Schon vom Flugzeug aus ließ sich erahnen wie sehr uns diese Insel in ihren Bann ziehen würde.
Die erste Nacht verbrachten wir im Hostel in Reykjavik, wo wir auch gleich das berühmte, nach Schwefel duftende Wasser kennenlernen durften. Es würde uns die nächsten 10 Tage begleiten, ebenso wie unser schöner Nissan Pulsar, den wir am nächsten Morgen in Empfang nahmen. Er würde natürlich unser Fortbewegungsmittel sein, aber teilweise auch unser Schlafplatz.


Sonnenauf und -untergänge sind während des nordischen Winters viel länger als gewohnt und so zeigte sich der Himmel am nächsten Morgen erstaunlich lange in pink. Wir verweilten derweil an einem Meerausläufer in der Stadt und sahen uns später vom Perlan aus Reykjavik von Oben an. Anschließend ging es auf der Ringstraße in Richtung Golden Circle.

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Am Pingvellir spazierten wir ersteinmal ein wenig in die Ferne, denn kurz vor uns war ein Bus voller Asiaten dort angekommen. Als wir einige Zeit später wieder an die Aussichtsplattform zurückkehrten, hatten wir sie ganz für uns alleine. Diese Taktik wendeten wir im Laufe der Reise immer wieder an, funktioniert hat sie jedes Mal! Es wurde dann auch schon Zeit um zum Geysir aufzubrechen, wo wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang ankamen. Es war schon fast surreal von orange leutendem Rauch umgeben zu sein, der aus dem heißen Wasser aufstieg. Ganz gespannt standen wir vor dem brodelnden Wasserloch, wohl wissend das daraus jede Sekunde eine heiße Wasserfontäne werden kann. Zwei urplötzliche Ausbrüche erlebten wir, bevor die bereits verschwundene Sonne uns dazu drängte zum Gullfoss aufzubrechen.

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Und auch am Gullfoss Wasserfall erschienen wir genau zum schönsten Moment, nämlich als die untergegangene Sonne den Himmel in sanftes Pink einfärbte. Nicht nur der etwas zugefrorene Wasserfall sondern auch die Landschaft um ihn herum war wunderschön, ganz wie man sich Island vorstellt. Dazu war es erwartungsgetreu auch eisigkalt, was uns aber nicht vom Fotografieren ohne Handschuhe abhielt. Wir hatten ja ein wärmendes Auto! Der Gullfoss war jedenfalls der einzige Wasserfall, der Janika als überzeugte “Fosshasserin” beeindrucken konnte!:)

 

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An diesem Abend schliefen wir für ein paar Stunden in einer Unterkunft in Selfoss, bevor um halb zwölf wieder der Wecker klingelte und wir gen Norden aufbrachen, in der Hoffnung Nordlichter zu sehen, denn die Vorhersagen waren recht gut. Obwohl wir ziemlich müde waren, fuhren wir hinaus in die isländische Nacht. Zuerst stellten wir uns in die Nähe eines Nordlichtsichtungsbusses aus Reykjavik, da die Tourguides ja vermutlich Ahnung hatten, doch irgendwann fuhren wir weiter, da der Himmel nur schwarz blieb. Wir fuhren und fuhren und Janika schaute aus dem Fenster und was dann passierte kann man kaum beschreiben. Plötzlich war etwas anders. Etwas grünes huschte am Horizont vorbei. Es waren wohl die Müdigkeit und das ständig Aufpassen dass Fabi bei entgegenkommenden Fahrzeugen das Fernlicht ausschaltete, die Schuld daran waren, dass Janika nur ein “Da sind die Fernlichter” herausbrachte. Fabi bremste aprubt, wir blieben halb auf der Straße stehen, stiegen aus und fielen uns in die Arme. Wohlwissend was für ein riesen Glück wir gerade erfahren, indem wir dieses Naturwunder erleben dürfen. Es war überweltigend! Definitiv eine Nacht, die wir nie vergessen werden! Und immer wenn man daran zurück denkt, ist es wieder da, dieses riesige Glücksgefühl! Wir standen also da und schauten zu wie sich die Formen am Himmel stetig veränderten ohne das man wirklich sehen konnte wie sie sich bewegten. Nur einmal zogen die Nordlichter ganz schnell über den gesammten Himmel. Alles war Grün und und ein wenig Lila und bewegte sich über uns hinweg wie ein Zeitrafferfilm! Wenn der Himmel wieder dunkel wurde fuhren wir weiter um kurze Zeit später wieder anzuhalten und samt Kamera und Stativ wieder aus dem Auto zu sprinten, denn innerhalb von Sekunden waren wieder besonders starke Nordlichter am Himmel. Wir freuten uns riesig über ein paar schöne Bilder, die wir feshalten konnten. Jetzt im Nachhinein sind wir nicht mehr so begeistert davon, denn sie rauschen doch ziemlich, aber was solls. Es ist schließlich das Erlebnis, was zählt. Und dieses war so beeindruckend, dass war nach einigen Stunden völlig überwältigt, ein wenig von Sinnen und ein bisschen wie im Rausch zurück nach Selfoss fuhren um dort mehr als überglücklich in unser Bett zu fallen.

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