Durch Islands Weiten… Teil 2

Iceland Travels

Islands Landschaft hat uns schlichtweg umgeworfen. Diese Straßen, die in ewige Weiten führen, die tief hängenden Wolken und das Sonnenlicht am Horizont. Eine Insel mit Farben, die wir hier nicht in dieser Form kennen. Das charmante, braune Wintergras, das strahlend blaue Eis der Gletscher, tiefschwarzer Lavasand, Himmel in sattem Pink und mit grünen Moos bewachsene, hügelige Landstriche. Dass Isländer an Elfen glauben wird hier fast schon verständlich. Es schien ihnen wohl die einzige Erklärung für die sonderbaren Formen und Farben zu sein.

Entlang der Ringstraße und vor allem auf den Nebenstraßen wären wir am liebsten nach jeder Kurve ausgestiegen um die Schönheit festzuhalten und sie in uns aufzusaugen. Ab und an taten wir das natürlich auch und bemerkten dabei wie spiegelglatt die Straße eigentlich ist, auf der wir bis grade so bedenkenlos entlang gedüst sind. Es war unübertrieben wie auf einer Eisbahn! Man konnte nicht still stehen sondern ist einfach weggerutscht! Keine Ahnung warum unser Auto da nie gerutscht ist… Wir hatten dann aber einen Heidenspaß auf der Straße umherzuschlittern! Und da Island so dünn besiedelt ist, kamen uns dabei vielleicht zwei Autos entgegen. Die Kulisse, die sich uns hier bot war jedenfalls genau so wie man sich Island vorstellt: wild, rau und schlichtweg wunderschön!

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Das nächste Highlight des Tages war der Gletscher Myrdalsjökull. Dass diese riesigen Eismassen vor uns nur ein winzig kleiner Teil einer über 8000km² großen Eisfläche sein sollen, ist nur schwer vorzustellen! Fast unendlich weit reicht das Eis und wir sehen nur einen minimalen Teil davon, der doch schon so groß erscheint… Vom Parkplatz aus läuft man eine Weile, bis man das Eis erreicht. Vor nicht allzulanger Zeit reichte das Eis noch bis kurz vor den Parkplatz! Das ist eine erschreckende und hautnah erfahrbare Veranschaulichung des Klimawandels!
Auf ausgelaufenen Wegen wagten wir uns ein Stück den Gletscher hinauf, um das Eis zu berühren und es von Nahem zu bestaunen. Faszinierend im Detail und in der Größe und Weite!
Den Gletscherparkplatz haben wir zum heutigen Schlafplatz auserkoren. Es war die erste Nacht im Auto und es war überraschend angenehm! Fabi machte es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich und ich kuschelte mich auf der Rückbank in meinen Schlafsack. Da es bereits um 18 Uhr stockdunkel war, gingen wir eben schon so früh ins Bett. Morgens lagen wir noch eine Weile im Auto und warteten bis die Sonne gegen 10 Uhr endlich wieder Licht spendete. An diesem Tag war mein 20. Geburtstag und ich bekam von Fabi einen Dosenkuchen (wusste gar nicht dass es sowas gibt) mit Kerze drauf!!! Zum Frühstück gab es Müsli mit Gletscher-Sicht! Auf jeden Fall ein besonderer, unvergesslicher Geburtstag!

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