Durch Islands Weiten… Teil 3

Iceland Travels


Schon während meiner “Reitphase” als Kind wollte ich nach Island, weil ich damals Reitstunden auf Islandponys hatte. Ich machte mich also im Internet schlau über Island und stellte dabei fest, dass die Insel gzanz schön weit weg ist, so ganz weit oben im Meer eben und dass die Flüge dorthin ganz schön teuer sind. Ich fand mich also damit ab wohl niemals die süßen Ponys in ihrer Heimat besuchen kommen zu können. Mittlerweile habe ich die Pferdephase überstanden, aber der Traum von Island blieb. Die Ponys waren aber ein sehr kleiner Grund für meine Faszination. Dennoch freute ich mich jedes Mal wenn welche auf den Weiden am Straßenrand zu sehen waren. Und wenn ich so darüber nachdenke, ist es schon ein wenig unglaublich dass dieser längst verworfene Traum doch noch Wirklichkeit wurde…!

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Weiter ging die Reise entlang der Ringstraße, vorbei am jeder Menge wunderschönen Fleckchen Erde! Es wehte stets ein ziemlich starker, eiskalter Wind, der im Gesicht weh tat, aber das ist nunmal Island!  

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img_4172_2kleinDie Nacht verbrachten wir in Vík, wo wir in einem super süßen Hostel Unterschlupf fanden. Da wir dort schon Mittags ankamen, mussten wir natürlich die letzten wenigen Stunden bei Helligkeit nutzen und so beschlossen wir eine kleine gravel road ins Landesinnere zu fahren. Zu Beginn war diese zwar mit Schlaglöchern übersäht, aber mit gefühlten 2 km/h kamen wir im Slalom recht gut vorwärts. Doch dann wurde die Straße immer schmäler, steiler und immer matschiger. In der Ferne sahen wir ein Auto uns entgegen kommen, doch es dauerte ewig, bis es schließlich an uns vorbei fuhr. Aufgrund der Straße und des schlechten Wetters und unserem Kleinwagen entschieden wir uns diesen am Wegesrand stehen zu lassen und den Hang zu unserer Linken zu besteigen. Über leicht eingeschneite Grasbüschel kletterten wir immer höher, bis das Auto endlich winzig klein war und wir ganz oben standen und in Hochland blickten. So frei und so inmitten der Natur habe ich mich glaube ich noch nie gefühlt. Es war unbeschreiblich! Der starke Wind wehte uns eisige Kälte ins Gesicht und wir standen still am Rande von rauer Wildnis! Dort hinten im Nebel lag das wahre, wilde Island. Würden wir weiter gehen, würden wir uns zwischen Nebel und Hügeln verlaufen… Dieses Gefühl das uns erfüllte während wir dort oben standen, werden wir wohl nie vergessen!

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Die letzte Station vor der Umkehr war dann Höfn, wo wir im Hostel fast die einzigen Gäste waren. Es wirkte wie eine verlassene Psychiatrie und dazu kam, dass irgendwie nur ein einsamer Mann dort noch zu Gast war. Wir besuchten das örtliche Schwimmbad um ein wenig in die isländische Kultur einzutauchen. Die Isländer gehen nämlich Baden um sich zu treffen und zu plaudern, denn es gibt kaum Bars oder Cafés. Dann saßen wir im 40 Grad heißen Wasser, bei wahrscheinlich 3 Grad Außentemperatur und genossen es einfach. Danach plauderten wir noch mit dem Bademeister über die Frage, die uns schon seit Tagen beschäftigte, wie die Isländer eigentlich ihr Geld verdienen. Die Antwort: in der Fischindustrie, im Tourismus oder mit mehreren Jobs gleichzeitig, aber immer mindestens 10 Stunden am Tag. Es gibt ja sonst auch nicht viel was man tun kann… Da denken wir die Isländer sind so reich, schließlich ist dort alles so teuer und jetzt arbeiten die den ganzen Tag um sich das leisten zu können, anstatt ihre schöne Natur zu genießen.. 

Am nächsten morgen “wanderten” wir zu einem Gletscher. Es ging zwar abenteuerlich über Stock und Stein, aber irgendwann ging es einfach nicht mehr weiter. Also packten wir eben schon früher als geplant unseren Proviant aus. Macht nichts, war trotzdem schön!:)

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