Peru – die Islas Ballestas

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Als wir zum ersten Mal von den Islas Ballestas gehört hatten, fühlten wir uns sofort angesprochen, denn sie werden auch die “Galápagosinseln für Arme” genannt. Da die Galápagosinseln für Reiche für uns logischerweise nicht in Frage kommen, wollten wir uns wenigstens ihre kleine Schwester ansehen. Diese lag auch direkt auf unserem Weg von Arequipa nach Lima, dennoch mussten wir zuerst mal wieder 14 Stunden im Bus verbringen. Diesmal war die Fahrt glücklicherweise erträglicher, wir hatten auch einen teureren Bus gebucht. Die Strecke war zwar auch zu Genüge mit Kurven und Abgründen versehen, doch da wir von Süden nach Norden fuhren, befanden wir uns immer auf der Seite der Felsen und konnten den Blick nach links auf den Ozean genießen. Doch auch hier mussten wir mal wieder die ganze Fahrt über die bescheuertsten Filme über uns ergehen lassen, von Kinderfilm bis Ballerfilm ist alles dabei, nur sind es besonders schlechte Produktionen, vornehmlich aus Asien. Da war der Film vor dem Fenster bedeutend schöner.

Am nächsten Morgen wurden wir mit etlichen anderen Touristen, die sich die Inseln in Ecuador auch nicht leisten können, in die Schiffe verladen. Nach kurzer, spaßig-schneller Fahrt waren die Inseln auch schon in Sicht und mit ihnen tausende von Vögeln. Ein älterer Mann aus unserer Unterkunft brachte es später auf den Punkt: “so viele Vögel auf einmal hab’ ich ja im meinem Leben noch nicht gesehen!” Immer wieder schoss ein Vogel aus dem Schwarm heraus kopfüber ins Wasser und tauchte kurz danach wieder auf – der Fisch war dann aber schon verspeist. Besonders schön war auch wie die Vögel in Formationen flogen, sie malten Muster in den Himmel als wäre es eine einstudierte Choreografie.

Bei den Inseln angekommen konnten wir auch gleich die ersten Seelöwen bestaunen, die in riesigen Gruppen an den steinigen Stränden lagen und sich immer wieder in kleinere Raufereien verfingen. Einige lagen auch auf den Felsen, was ziemlich unbequem aussah. Hier wurde auch deutlich woher die Seelöwen ihren Namen haben: heben sie den Kopf nach oben, sieht es aus als hätten sie eine Löwenmähne.

Auch kleine Pinguine bekamen wir zu Gesicht, die wie kleine Aufseher ganz oben auf den Felsen standen. Und natürlich wimmelte es nur so von Vögeln, in der Luft und auf jedem Felsen.

 

 

Viel zu schnell traten wir die Rückfahrt an und befanden uns wieder im Hafen, zusammen mit vielen schönen Schiffen, die natürlich auch wieder von Vögeln bewohnt wurden.

In  Paracas, vor dessen Küste sich die Inseln befinden, probierten wir zum ersten Mal die typische Vorspeise “Ceviche”: roher, fangfrischer Fisch, der durch viel Limettensaft denaturiert, das ist ein ähnlicher Prozess wie beim Kochen. Serviert wurde das Ganze mit Zwiebeln und Süßkartoffel. Hat gar nicht so schlecht geschmeckt, unser Lieblingsessen wird es aber trotzdem nicht. 🙂

 

 

1 thought on “Peru – die Islas Ballestas”

  1. Eine wunderbare Vogelwelt auf diesen “Inseln für Arme”.
    Und auch die “Löwen” nicht zu vergessen…

    Und: sehr schön fotografisch in Szene gesetzt!

    Dieser Abstecher hat sich definitiv gelohnt – ein schöner Abschluss von Peru.
    Und inzwischen seid ihr ja schon weit im Norden angelangt…

    Grüße aus dem noch nördlicheren Schwabenland
    Steffen

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