Südafrika Roadtrip – von Johannesburg nach Kapstadt – Drakensberge & Mountain Zebra

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Von St.Lucia aus fuhren wir über Durban, von wo wir aufgrund eines geplatzten Reifens jetzt mit einem VW Polo unterwegs waren. Es ging an Lesothos Grenze entlang in den Royal Natal Nationalpark, wo wir am nächsten Tag eine sechsstündige Wanderung, “the gorge trail” unternahmen. Ziel war eigentlich die „atemberaubende Sicht“ auf das Amphitheater, doch gab es keine Wegbeschilderung und irgendwann führten alle Wege nicht mehr weiter. Vielleicht haben wir das Ziel erreicht, vielleicht auch nicht. Das Amphitheater haben wir jedenfalls gesehen. In jedem Fall war es anstrengend, aber trotzdem schön so ganz alleine in der Natur zu sein. Während der ganzen Wanderung sind uns nur zwei Menschen begegnet. Besonders der Weg durchs steinige Flussbett und an wackeligen Leitern an Felsen hinauf war ziemlich abenteuerlich. Im Nachhinein scheint uns auch der gesamte sehr schmale Weg durch mannshohes Gras aufgrund von Schlangen ein wenig gefährlich…

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afrika-blog-30 afrika-blog-31Nach zwei Nächten im Royal Natal fuhren wir weiter durch den Golden Gate Nationalpark und an der Grenze zu Lesotho bis nach Zastron, wo wir eine Nacht auf einem riesigen privaten Campingplatz zelteten. Wir waren die einzigen Gäste und vom Zelt aus hatte man einen großartigen Blick auf ein sehr schönes Bergmassiv. In das Örtchen verschlägt sich sonst wohl kaum ein Tourist, denn wir waren beim Einkaufen im kleinen Supermarkt völlig unter Einheimischen, mitten in Südafrika. Am nächsten Tag fuhren wir gen Süden zum Mountain Zebra National Park. Dieser empfing uns mit Gewitterstimmung, was zusammen mit der wunderschönen Landschaft echt unglaublich war. Es ist wohl der schönste Park gewesen, aufgrund dieser fotogenen Berge und den kargen Wiesen. Diese Einsamkeit und Weite, mit Bergen im Hintergrund und eine Herde Zebras, könnte wir stundenlang genießen!
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Natürlich gibt es im Mountain Zebra Nationalpark auch Zebras! Aber es sind sehr seltene, nämlich Bergzebras, die Punks unter ihren Artgenossen.
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img_8025_2Wenn sich eine Herde Black Wildebeests, die gemütlich am Straßenrand graßt, von einem Moment auf den nächsten dazu entschließt, die Flucht zu ergreifen und vor dem Auto über die Straße rennt und der Boden ein wenig bebt, dann bekommt man dabei schon ein wenig Gänsehaut.
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afrika-blog-xviiiIm Mountain Zebra unternahmen wir am nächsten Tag eine Cheetah Tracking Tour. Wir und der Ranger saßen im Safaritruck und fuhren eine abenteuerlich  steile und steinige Piste in Richtung Gepard. Immer wieder stieg der Ranger aus und suchte mit seiner Antenne das Signal der Großkatze. Bis sich herausstellte, dass wir die falsche Straße genommen hatten. Also alles wieder zurück und die nächste ausprobieren. Nun waren wir näher am Cheetah und stiegen aus dem Truck. Es ging zu Fuß weiter. Das war dann schon ein seltsames Gefühl, in der Wildnis umher zu laufen (was ja sonst verboten ist), auf der Suche nach einem Gepard! Aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht! Wir gingen ein gutes Stück, der Ranger suchte immer wieder das Signal, doch  der Gepard bewegte sich ebenfalls und so drehten wir irgendwann um, denn er war inzwischen nicht mehr vor uns, sondern hinter uns. „There she is“, sagte  der Ranger plötzlich, doch wir sahen das Gepardenweibchen noch nicht sofort, obwohl es direkt vor uns war! Gut getarnt neben einem Busch lag sie da und erholte sich von der morgendlichen Jagd. Offenbar war die Raubkatze ganz in unserer Nähe an uns vorbei gelaufen und wir hatten sie nicht gesehen!! Wir schauten uns kurz an und hatten es wohl beide nicht so ganz realisiert, dass wir gerade nur wenige Meter von einem Gepard entfernt standen und zwischen uns ist nichts, kein Zaun, keine Fensterscheibe. Er stand auf und streckte sich und wir konnten seinen unerwartet großen, schlanken, sehnigen und grazilen Körper sehen. Dann legte er sich wieder hin und wir beobachteten ihn eine Weile. Es war schlichtweg überwältigend! Die Tatsache so nah an einer Wildkatze zu sein, die Schönheit von diesem Tier und das Glücksgefühl, das sich in uns breitgemacht hatte!
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