Wieder zurück in Kapstadt

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Dass zum Standby fliegen eine Portion Abenteuerlust gehört, war uns natürlich klar. Doch bis jetzt hatte immer alles gut geklappt und es waren immer noch Plätze für uns frei. So sind wir am Dienstag frohen Mutes zum Stuttgarter Flughafen gefahren um abends mit Turkish Airlines über Istanbul nach Kapstadt zu fliegen. Die mehr oder weniger kompetenten Menschen am Schalter sagten uns, dass es unsicher wäre ob es noch Platz im Flieger nach Kapstadt geben wird. Und wir hatten echt keine Lust nachts um ein Uhr in Istanbul festzusitzen, also fuhren wir ein bisschen betrübt wieder nach Hause und schliefen nochmal in dem Bett, von dem wir uns eigentlich schon für lange Zeit verabschiedet hatten.

Am Mittwoch ging es dann wieder zum Flughafen und diesmal sah es besser aus. Es war nur ungewiss wie es mit unserem Gepäck laufen würde. Da wir Standby flogen könnte das Gepäck nicht bis nach Kapstadt durchgecheckt werden. Wir sollten in Istanbul durch die Passkontrolle, unser Gepäck holen und es beim Check-in wieder aufgeben und das alles in eineinhalb Stunden. Das ist eigentlich unmöglich. Irgendwie konnte dann die Frau am Check-In unser Gepäck aber doch bis nach Kapstadt schicken. So hatten wir einen angenehmen Flug und gingen dann in Istanbul zum Infopoint um mal nachzufragen wie es jetzt mit uns und unserem Gepäck weitergehen würde. Wir sind fast ausgerastet als die Dame uns einfach ein Ticket nach Kapstadt druckte!! Überglücklich saßen wir wenig später im Flugzeug und flogen mit Zwischenstopp in Johannesburg nach Kapstadt, wo wir unser Auto abholten, das wir am Stuttgarter Flughafen noch schnell gebucht hatten und den altbekannten Weg zu unseren Freunden fuhren, bei denen wir nun für die zwölf Tage unterkommen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Hermanus, wo sich zu dieser Jahreszeit die Wale in der Bucht aufhalten. Wir fuhren wunderschöne Straßen am Strand entlang, die mal an eine Nordseeinsel erinnerten und dann wieder an Südfrankreich. Bei den Pinguinen von Bettys Bay hielten wir logischerweise an, doch unser Ziel waren ja eigentlich die Wale. In Hermanus setzten wir uns auf eine Bank uns überblickten die Bucht, nach einer Stunde wechselten wir die Bank. Doch wir blieben erfolglos. Aus irgendeinem Grund war an diesem Tag kein einziger Wal in der Bucht unterwegs. Es wäre ein wenig deprimierend gewesen, hätten wir uns nicht mit Quatsch machen bei Laune gehalten.:)

Am Samstag taten wir etwas, das wir eigentlich nie tun wollten. Wir machten eine Tour mit dem Redbus, den Touristen Bussen, die in vielen großen Städten etwas nervig sind. Doch in Kapstadt hat sich das echt gelohnt! Man hat sich endlich mal ein wenig Orientierung verschaffen können, zwischen all den Bergen und den zwei Meerseiten. Ausgestiegen sind wir am Hout Bay wo wir den superschönen Foodmarket besuchten. Niemand kann sich vorstellen wie sehr Janika Foodmarkets liebt! Vorallem wenn man sich einfach alles locker leisten und sich somit so richtig durchschlemmen kann! Zuerst gab es ein Törtchen und Schoko- Cappuccino für zusammen 2,50€, dann eine riesige knusprige Käsestange für 80 Cent, dann einen Hugo für 2,50€ auf der stilvollen Terrasse und ein Cheese-Pesto Panini und dann nahmen wir uns für mittags noch zwei köstliche Törtchen mit. Herrlich herrlich war das!

Ein paar Stunden später stiegen wir wieder in den Bus und fuhren einmal durch die halbe Stadt zum Kirstenboch Botanical Garden, der zu den schönsten der Welt gehört. Und das zurecht! Dort gingen wir einfach umher, fotografierten die Vögel und genossen den Blick über die Stadt und den Tafelberg. Zuhause wurden wir mit einem Braai empfangen (südafrikanisches Grillen), es gab Spareribs und afrikanische Wurst, also sämtliche Fleischsorten zu einer Wurst gepresst. Wir aßen mit den Fingern und unterhielten uns über Politik und kosteten uns durchs Schnapsregal. Bzw. wir rochen nur an den Flaschen und das meiste war so eklig, das wir es gar nicht erst probieren wollten. 

Nun war es Zeit um mal Wandern zu gehen. Letztes Mal hatten wir ja schon den Tafelberg erklommen und jetzt entschieden wir uns für den Lions Head. Die erste Hälfte der Tour ging es kontinuierlich bergauf, immer den Berg umrundend. Danach war es mehr klettern als wandern. Es gab Leitern und Griffe an den Felsen um sich hochzuziehen. Es hat uns großen Spaß gemacht immer nach dem passenden Stein für die Füße Ausschau zu halten um sicher nach oben zu kommen. Oben angekommen setzten wir uns auf einen Felsen, ließen die Beine baumeln und genossen die Sicht und unser Essen. 

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Man sieht es zwar nicht so gut auf diesem Bild, doch das war der Weg auf den Lions Head! Ganz oben im Bild sieht man kleine Menschen die Felsen hoch klettern.

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